Seit dem Jahr 2021 haben in den USA Versuche der Zensur von Buchbeständen in Bibliotheken massiv zugenommen. Vor allem Schul-, aber auch öffentliche Bibliotheken sind gut organisierten Kampagnen ausgesetzt, im Namen des Jugendschutzes Bücher zu entfernen. Betroffen sind vor allem Titel zu Sexualaufklärung, sexueller Präferenz und Identität sowie Werke über afroamerikanische Geschichte, Rassismus, Vielfalt und Gleichberechtigung. THE LIBRARIANS porträtiert Bibliothekarinnen, Eltern und andere Akteure, die sich gegen die Zensurversuche zur Wehr setzen – trotz massiver Bedrohungen, Einschüchterungen und mancherorts sogar Kriminalisierung.
***
Synopsis ausführlich:
Seit dem Jahr 2021 sind Bibliotheken in den USA mit einer Kampagne zur Säuberung ihrer Bestände konfrontiert. Im Fokus stehen vor allem Titel zu Sexualerziehung, Geschlechtsidentität, Rassismus und Werke, die die US-Geschichte kritisch beleuchten. Besonders betroffen sind Schulbibliotheken.
Bücher über Sexualkunde und LGBTQ+ werden dabei routinemäßig als pornografisch, obszön oder gegen die Bibel gerichtet bezeichnet. Publikationen zu Hautfarbe, ethnischer Herkunft und Rassismus sind dem Vorwurf ausgesetzt, die Heimatliebe der Kinder zu untergraben.
Die Akteure hinter den Kampagnen heißen zum Beispiel "Moms for Liberty" oder "No left turn in Education". Sie berufen sich auf Elternrechte und den Schutz Minderjähriger, um ihnen missliebige Bücher aus Bibliotheken zu verbannen, zu denen Minderjährige Zutritt haben. Dabei agieren sie im Schulterschluss mit Politikern der republikanischen Partei der Trump-Ära, Aktivisten wie Steve Bannon und zahlreichen anderen Akteuren aus dem teils radikalen rechten und weiß-christlich-nationalen Spektrum.
Der Film von Kim A. Snyder porträtiert Bibliothekarinnen, die sich den Zensurbestrebungen entgegenstellen. Ihr Einsatz für in der US-Verfassung verbriefte Rechte führt dazu, dass sie persönliche Anfeindungen und Drohungen erleben. Nicht wenige verlieren ihre Arbeit, weil sie entsprechend ihrer professionellen und ethischen Standards von altersgerechter Bereitstellung von Inhalten, Informationsfreiheit und Vielfalt handeln. Je nach politischem Klima des jeweiligen US-Bundesstaates müssen manche Bibliothekarinnen sogar befürchten, dass sie für angebliche Verbreitung von Pornografie an Minderjährige strafrechtlich verfolgt werden. So etwa in Florida.
THE LIBRARIANS verknüpft dokumentarische Sequenzen mit historischem und aktuellem Archivmaterial, darunter auch eine Verfilmung des Anti-Zensur-Klassikers "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury.
Der Film ordnet die Ereignisse in einen größeren gesellschaftlichen Kontext ein und zeigt, wie manche Akteure ihre Zensurabsichten mit nahezu allen Mitteln vorantreiben - und wer sie dabei finanziell und politisch unterstützt. Ihr Ziel ist dabei nichts weniger als ein grundlegender Umbau der Gesellschaft.
THE LIBRARIANS zeigt, dass in der gegenwärtigen Atmosphäre stark polarisierter Wertvorstellungen auch in einer Demokratie mit 250jähriger Geschichte die Verteidigung angemessener Freiheitsrechte für alle kein Selbstläufer ist.
Seit dem Jahr 2021 haben in den USA Versuche der Zensur von Buchbeständen in Bibliotheken massiv zugenommen. Vor allem Schul-, aber auch öffentliche Bibliotheken sind gut organisierten Kampagnen ausgesetzt, im Namen des Jugendschutzes Bücher zu entfernen. Betroffen sind vor allem Titel zu Sexualaufklärung, sexueller Präferenz und Identität sowie Werke über afroamerikanische Geschichte, Rassismus, Vielfalt und Gleichberechtigung. THE LIBRARIANS porträtiert Bibliothekarinnen, Eltern und andere Akteure, die sich gegen die Zensurversuche zur Wehr setzen – trotz massiver Bedrohungen, Einschüchterungen und mancherorts sogar Kriminalisierung.
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Synopsis ausführlich:
Seit dem Jahr 2021 sind Bibliotheken in den USA mit einer Kampagne zur Säuberung ihrer Bestände konfrontiert. Im Fokus stehen vor allem Titel zu Sexualerziehung, Geschlechtsidentität, Rassismus und Werke, die die US-Geschichte kritisch beleuchten. Besonders betroffen sind Schulbibliotheken.
Bücher über Sexualkunde und LGBTQ+ werden dabei routinemäßig als pornografisch, obszön oder gegen die Bibel gerichtet bezeichnet. Publikationen zu Hautfarbe, ethnischer Herkunft und Rassismus sind dem Vorwurf ausgesetzt, die Heimatliebe der Kinder zu untergraben.
Die Akteure hinter den Kampagnen heißen zum Beispiel "Moms for Liberty" oder "No left turn in Education". Sie berufen sich auf Elternrechte und den Schutz Minderjähriger, um ihnen missliebige Bücher aus Bibliotheken zu verbannen, zu denen Minderjährige Zutritt haben. Dabei agieren sie im Schulterschluss mit Politikern der republikanischen Partei der Trump-Ära, Aktivisten wie Steve Bannon und zahlreichen anderen Akteuren aus dem teils radikalen rechten und weiß-christlich-nationalen Spektrum.
Der Film von Kim A. Snyder porträtiert Bibliothekarinnen, die sich den Zensurbestrebungen entgegenstellen. Ihr Einsatz für in der US-Verfassung verbriefte Rechte führt dazu, dass sie persönliche Anfeindungen und Drohungen erleben. Nicht wenige verlieren ihre Arbeit, weil sie entsprechend ihrer professionellen und ethischen Standards von altersgerechter Bereitstellung von Inhalten, Informationsfreiheit und Vielfalt handeln. Je nach politischem Klima des jeweiligen US-Bundesstaates müssen manche Bibliothekarinnen sogar befürchten, dass sie für angebliche Verbreitung von Pornografie an Minderjährige strafrechtlich verfolgt werden. So etwa in Florida.
THE LIBRARIANS verknüpft dokumentarische Sequenzen mit historischem und aktuellem Archivmaterial, darunter auch eine Verfilmung des Anti-Zensur-Klassikers "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury.
Der Film ordnet die Ereignisse in einen größeren gesellschaftlichen Kontext ein und zeigt, wie manche Akteure ihre Zensurabsichten mit nahezu allen Mitteln vorantreiben - und wer sie dabei finanziell und politisch unterstützt. Ihr Ziel ist dabei nichts weniger als ein grundlegender Umbau der Gesellschaft.
THE LIBRARIANS zeigt, dass in der gegenwärtigen Atmosphäre stark polarisierter Wertvorstellungen auch in einer Demokratie mit 250jähriger Geschichte die Verteidigung angemessener Freiheitsrechte für alle kein Selbstläufer ist.